Impulse für dich

Hier findest du kleine Denkanstöße, Inspirationen und Geschichten: mal zum Innehalten, mal zum Schmunzeln, mal zum Weiterdenken.
Klick dich einfach durch die Beiträge (seitlich beim Pluszeichen), lies rein, wo es dich hinzieht, und lass dich überraschen.
Und wenn du Lust hast, regelmäßig frische Impulse direkt ins Postfach zu bekommen: Abonniere meinen Blog-Newsletter und bleib inspiriert.

Welchen Wolf willst du füttern? 

Ein Moment, ein Gedanke – und plötzlich wird spürbar, wie sehr wir unser Erleben selbst beeinflussen.
Ein Text über innere Reaktionen und den kleinen Moment, der entstehen kann, bevor wir reagieren. 

 

Die Sachlichkeitsillusion 

Wenn fachliche Gespräche plötzlich persönlich werden 

Sie verstand sich eigentlich gut mit ihrem Chef. Zwischen Tür und Angel wurde gescherzt, man sprach über Privates, über den Stress zuhause oder über Menschen im Unternehmen. Da war Nähe, Vertrautheit und grundsätzlich ein gutes Verhältnis. Und trotzdem gab es diese Meetings...

Lebensfähigkeit – oder: Kannst du eigentlich Leben?

Lebensfähigkeit ist kein hübsches Wort. Es klingt nach Alltag, nach Verantwortung, nach etwas, das man nicht delegieren kann. Vielleicht begegnet es uns genau deshalb so selten. 

Wir sprechen lieber über Selbstoptimierung, Selbstverwirklichung und Selbstfürsorge. Alles wichtig. Und gleichzeitig erstaunlich wirkungslos, wenn es ernst wird.


Viktor Frankl war da nüchterner. Er betrachtete das Leben nicht aus der Komfortzone heraus, sondern unter Bedingungen, in denen sich keine Illusion lange hält. Seine Antwort auf die Frage, was ein Mensch braucht, um dem Leben gewachsen zu sein, ist knapp und unbequem:

Liebesfähigkeit. Arbeitsfähigkeit. Leidensfähigkeit.

Große Worte. Und genau darin liegt das Problem.

Warum viele Menschen heute ihr Selbst verlieren – und wie wir es wiederfinden können

Wir leben in einer Welt, die laut ist. Laut mit Meinungen, Bildern, Erfolgsstorys, Likes, Erwartungen. Eine Welt, die uns täglich sagt, wie wir sein sollten, um dazuzugehören, um „erfolgreich“, „attraktiv“, „gut genug“ zu sein.
Doch mitten in dieser Überflutung an Reizen, Rollen und Vergleichen verlieren viele Menschen etwas Essenzielles: sich selbst.


Coaching-Inflation – Zwischen Berufung und Bühne

Coaching boomt. Der Markt wächst, die Versprechen auch. Transformation, Klarheit, Selbstverwirklichung: alles scheint möglich, oft sofort. Doch je lauter die Branche wird, desto leiser wird die Frage: Was ist echtes Coaching eigentlich?

Vielleicht kennst du das Gefühl auch, du sehnst dich nach Entwicklung und gleichzeitig bist du skeptisch, wem du dich anvertrauen sollst. Zwischen Buzzwords und Businessplänen verschwimmt, worum es ursprünglich ging: um Begegnung, um Sinn, um den Menschen.

Dieser Artikel ist kein Abgesang auf Coaching, sondern ein Plädoyer für Tiefe. Für Räume, in denen nicht verkauft, sondern verstanden wird. Für Prozesse, die nicht inszeniert, sondern begleitet werden. Und für eine Haltung, die Coaching nicht als Bühne, sondern als Berufung begreift.

Wenn Kopf und Bauch im Streit liegen – vom inneren Ringen zur inneren Stimmigkeit

Kennst du das Gefühl, wenn du im Kopf schon längst entschieden hast, aber dein Bauch protestiert – leise oder laut?

Vielleicht gehst du einen Weg, der "vernünftig" erscheint: Sicher, effizient, gesellschaftlich anerkannt. Und trotzdem spürst du Unruhe, Druck oder gar inneren Widerstand. Es ist, als ob zwei Kräfte in dir an unterschiedlichen Seilen ziehen – der Verstand auf der einen, das Gefühl auf der anderen Seite.

Manchmal ist es noch kein Selbstverlust, keine "Normneurose" – aber das innere Schwanken zeigt an, dass du nicht mehr ganz in deiner Mitte bist.


Freundschaft – Verbindung oder nur Stimmungssache?

Mein Bruder redet ständig von Schwingungen – wenn Menschen auf derselben Frequenz schwingen, sind sie verbunden. Das sei wahre Freundschaft. Schön gedacht, dachte ich mir erst. Doch je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Fragen stellten sich: Reicht es wirklich, einfach nur „gleich zu schwingen“, um Freundschaft zu definieren? Oder steckt hinter dem Gefühl des Verbundenseins mehr?

Müßiggang – die hohe Kunst des Abschaltens

Gestern war so ein Tag, an dem ich zum Nichtstun verurteilt war. Meine Hand zwang mich dazu, einfach mal alles stehen und liegen zu lassen. Kein Haushalt, keine Mails, kein „ich mach nur noch schnell“. Klingt nach Entspannung pur, oder? Für mich war es das Gegenteil: Ich spürte Hummeln im Arsch, eine innere Stimme ratterte ununterbrochen: Du müsstest noch Wäsche waschen. Du solltest das Projekt fertig machen. Du wolltest längst XY erledigen.

Eigentlich war es ein Wellness-Tag, aber ohne Wellness. Denn ich merkte schnell: Ich kann gar nicht so einfach nichts tun, ohne dass sich Schuldgefühle und Unruhe breitmachen.

Der Moment, in dem mein innerer Beobachter Leadership zeigte - Vom Trotz zur Bewusstheit.

Ein Praxisbericht über agiles Selbstmanagement: Wie ich unter dem Erntemond meinen inneren Beobachter aktivierte und alte Muster loslassen konnte.

ICH WILL.

„Ich will.“ - zwei einfache Worte und doch ein wichtiger Schritt in der Selbst-entwicklung. Viele Menschen setzen die Betonung beim ICH WILL auf dem Das:
„Ich will DAS: den richtigen Job, die Liebe, die Berufung.“
Aber oft fehlt dabei das Fundament: das Ich und das Wollen selbst.

Denn bevor jemand wirklich wollen kann, muss er überhaupt wieder spüren, dass er etwas will. Und das ist gar nicht so selbstverständlich.

WOLLEN – Die Kraft, die uns in Bewegung setzt

Zwischen Freiheit, Selbsttäuschung und dem ehrlichen inneren Drang


Wollen ist kein „Ich will das“. Wollen ist ein Zustand. Eine Bewegung.
Viele verwechseln es mit Zielen und wundern sich dann, warum selbst das Erreichte sich leer anfühlt. In diesem Artikel geht es um das echte Wollen: den inneren Antrieb, der dich von innen nach außen in Bewegung bringt.

Wenn du es eilig hast, geh langsam

Über das Paradox der Ruhe im Streben nach Veränderung

Kaffee am Morgen ist für viele von uns mehr als ein Getränk, er ist ein stilles Ritual der Selbstvergewisserung: Ich bin wach. Ich funktioniere. Ich bin bereit.
Und vielleicht ist genau das schon der Punkt. Wir leben in einer Welt, in der Selbstentwicklung oder Selbstadjustierung fast schon zur Pflicht geworden ist.